Erinnern Sie sich an die Baukrise in den USA? Und warum gibt es Probleme in der chinesischen Wirtschaft? Auch in Russland gibt es ähnliche Entwicklungen.
Das größte Bauunternehmen Russlands, „Samolyot“, steht am Rande des Zusammenbruchs. Dies ist nicht nur eine wirtschaftliche Nachricht, sondern auch ein weiteres Element im Bild einer systemischen Krise, die durch die russische Aggression, internationale Sanktionen und wirtschaftliche Isolation angeheizt wird. Was ist mit „Samolyot“ passiert und welche Auswirkungen wird dies auf die Bauindustrie Russlands haben?
„Samolyot“: Ein kurzer Aufstieg und ein steiler Fall
Das russische Unternehmen „Samolyot“ war einst ein führendes Unternehmen auf dem Bau-Markt, aber die letzten Ereignisse deuten auf seinen katastrophalen Fall hin. Der Aktienkurs des Unternehmens ist um das Dreifache gesunken, und die Top-Manager versuchen, die Aktien um jeden Preis loszuwerden. Was ist die Ursache?
- Rückgang der Nachfrage nach Wohnungen. Die Russen kaufen aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheit und Instabilität keine Immobilien mehr.
- Das Ende des Programms für günstige Hypotheken. Der Staat, der den Markt durch Subventionen unterstützt hat, kann dies aufgrund des Haushaltsdefizits nicht länger tun.
- Die Kreditlast. „Samolyot“ hat enorme Schulden bei Banken angehäuft, und jetzt, nach der Erhöhung des Leitzinses auf 21 %, ist es unmöglich, diese Kredite zu bedienen.
Dies erinnert an die chinesische Krise mit Evergrande, das zusammenbrach und Schulden in Milliardenhöhe sowie Tausende von unvollendeten Gebäuden hinterließ.
Folgen für die Bauindustrie
Experten prognostizieren bereits, dass der Zusammenbruch von „Samolyot“ der Beginn einer Kettenreaktion sein wird, die den gesamten Bausektor Russlands treffen wird. Folgendes wird erwartet:
- Unvollständige Bauprojekte und betrogene Investoren. Tausende Menschen könnten ihr investiertes Geld verlieren, und eingefrorene Bauprojekte werden jahrelang stillstehen.
- Einbruch der Preise für Baumaterialien. Der Nachfragerückgang wird zu einem Preisverfall führen, was kleine und mittlere Unternehmen vernichten wird.
- Insolvenz anderer Unternehmen. Kleinere Bauunternehmen, die von großen Akteuren abhängig sind, werden einfach nicht überleben.
Dies wird einen weiteren Schlag für die russische Wirtschaft darstellen, die bereits unter dem Druck von Sanktionen und den Folgen des Krieges steht. Erinnert man sich an die Baukrise in den USA im Jahr 2008, die die weltweite Finanzkrise auslöste, wird der Umfang im Fall Russlands kleiner sein, aber die Auswirkungen auf den Binnenmarkt könnten katastrophal sein.
Russland steht vor einer neuen wirtschaftlichen Krise
Die russische Bauindustrie war eines der wenigen Sektoren, die eine gewisse Stabilität bewahrten. Doch die Aggression des Kremls gegen die Ukraine und die internationale Isolation zerstören auch diese Reste. Kürzungen bei den Haushaltsmitteln durch Sanktionen, die Abwertung des Rubels und der Kapitalabfluss schaffen Bedingungen für eine weitere wirtschaftliche Degeneration.
Der Baukollaps könnte auch soziale Probleme wie Arbeitslosigkeit, soziale Unzufriedenheit und eine verstärkte Auswanderung nach sich ziehen. Dies zeigt erneut, wie die aggressive Politik Russlands die eigene Wirtschaft zerstört.
