Wem der Krieg, wem die Gleichgültigkeit: Verbrechen gegen den Staat und Kinder

Während einige Ukrainer alles opfern, um ihr Land zu retten, bereichern sich andere am Leid anderer. Eine der zynischsten und dunkelsten Machenschaften ist die Nutzung von Kindern mit Behinderungen, um eine Genehmigung zur Ausreise ins Ausland zu erhalten. Für manche Menschen sind diese Kinder nichts weiter als ein „Mittel“, um dem Krieg zu entkommen und gewisse Vorteile zu genießen.

Kriminelle Machenschaften bei Vormundschaft und Adoption

Das Schema ist einfach: Man adoptiert oder nimmt ein Kind mit Behinderung unter Vormundschaft – vorzugsweise eines, das nicht sprechen oder seine Gedanken eigenständig äußern kann. Danach folgt das klassische Szenario: Die Person erhält die Ausreisegenehmigung, überquert die Grenze und bringt das Kind anschließend in eine Einrichtung zurück. Das Kind hat seine „Rolle“ erfüllt und dem „Vormund“ ermöglicht, das Land zu verlassen. Besonders praktisch ist es, eine Vormundschaft nur für kurze Zeit zu übernehmen – so kann man alle sechs Monate ein anderes Kind betreuen und sich nicht an eine bestimmte Person binden.

Später kann der „Vormund“ im Ausland auf das Kind verzichten. Solche Fälle gibt es leider zuhauf. Dieses skrupellose System macht Kinder mit Behinderungen zu einer Handelsware – einem Werkzeug in den Händen derer, die nicht vom Krieg betroffen sind, aber von dessen Chaos profitieren wollen.

Kinderhandel: Ein Schattenmarkt, der nie verschwunden ist

Ein weiteres Problem, das sich im Krieg verschärft hat, ist der Kinderhandel. Dieses Phänomen hat nie aufgehört zu existieren, auch wenn es in unterschiedlichem Ausmaß vorkommt. Besonders gefährdet sind Kinder aus Waisenhäusern, da sie illegal ins Ausland gebracht oder fragwürdigen Personen übergeben werden können.

Oft interessieren sich Menschen für diese Kinder, die selbst keine biologischen Kinder bekommen können und um jeden Preis Eltern werden wollen. Allerdings gibt es in der Regel kaum gesunde Kinder in diesen Einrichtungen, da die meisten Waisen aus schwierigen Verhältnissen stammen. Sollte jedoch ein gesundes Kind in ein Heim kommen, drohen ihm sowohl körperliche als auch psychische Traumata. Das System „zerbricht“ sie, und je länger sie darin verbleiben, desto geringer sind ihre Chancen auf eine normale Zukunft.

Angebot folgt der Nachfrage

Das Hauptproblem liegt in den wirtschaftlichen Gesetzmäßigkeiten: Wo eine hohe Nachfrage besteht, entsteht ein Angebot. Kinder werden regelrecht zur Ware gemacht – ihr „Wert“ steigt, wenn sie gesund sind oder bestimmte Merkmale haben, die sie für potenzielle „Käufer“ attraktiver machen. So schrecklich es klingt – das ist die Realität.

Straffreiheit nährt das Verbrechen

Das Schlimmste an dieser Situation ist die Straflosigkeit. Viele Kriminelle, die Kinder für illegale Ausreisen oder Adoptionen missbrauchen, bleiben ungestraft. Sie verschwinden einfach im Ausland oder ändern ihre Identität, sodass keine Beweise für ihre Taten vorliegen. Auch Beamte, die eigentlich für den Kinderschutz zuständig sind, schauen oft weg oder sind selbst in Korruptionsnetzwerke verstrickt.

Solange die Gesellschaft diesen Verbrechen keine Aufmerksamkeit schenkt, werden sie weiterwachsen. Während einige ihr Leben für die Ukraine opfern, bereichern sich andere am Krieg – selbst auf Kosten der Schutzlosesten: der Kinder.

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